07 - Ziele können uns limitieren.

Shownotes

Inhalt

Wir lernen, Ziele zu setzen.

Was möchtest du erreichen? Wo möchtest du hin? Was willst du verändern?

Und Ziele können unglaublich hilfreich sein. Sie geben Orientierung, Motivation und manchmal auch den nötigen Schubs, loszugehen.

Aber sie können uns auch limitieren.

Denn sobald wir ein konkretes Ziel vor Augen haben, schauen wir oft nur noch dorthin. Alles was links und rechts davon passiert, wir leichter übersehen.

Vielleicht ergibt sich unterwegs etwas, das viel besser zu uns passt. Vielleicht verändern wir uns. Vielleicht merken wir, dass wir eigentlich etwas ganz anderes wollen.

In dieser Folge spreche ich darüber, warum Ziele Orientierung geben können, aber nicht zu einem engen Plan für unser Leben werden müssen.

Denn vielleicht ist die spannendere Frage nicht: Wie erreiche ich mein Ziel? Sondern: Was wäre möglich, wenn ich offen lasse, wo ich tatsächlich ankomme?

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Das Leben hält sich selten an unsere Pläne.

Also reden wir darüber.

Bei Kaffee & Tacheles - Anders als gedacht geht es um Veränderung, Beziehung, Identität, Zufriedenheit, Aufbruch, Rückkehr und all die Fragen, die auftauchen, wenn das Leben plötzlich einen anderen Weg nimmt.

Ich bin Jana Ludolf. Autorin, Mediatorin und systemische Beraterin. Ich habe selbst viele Veränderungen erlebt: Ausland, Rückkehr, neue Rollen, alte Träume, die nicht mehr passten und die Frage, wie man sich ein gutes Leben gestaltet, wenn der ursprüngliche Plan nicht mehr funktioniert.

Heute spreche ich über das, was mich bewegt.

Persönlich. Ehrlich. Ohne Hochglanz.

Keine perfekten Lösungen. Keine schnellen Antworten.

Dafür Gedanken, Geschichten, Erfahrungen und Gespräche über das echte Leben, wenn es anders kommt als gedacht.

Kaffee auf den Tisch. Tacheles auf die Ohren. ☕️ 🎙️

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Für Fragen und Anregung schreibt eine E-Mail an: post@janaludolf.com

Meine Webseite:

www.janaludolf.com - Klarheit|Wahrheit|Zufriedenheit

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Transkript anzeigen

00:00:00: Wir sind wieder online hier im Podcast.

00:00:03: Kaffer und Tachel ist mit mir Janaludow, freue mich dass wir eingeschalten hast!

00:00:07: Ich möchte in der heutigen Folge der Frage nachgehen was passiert eigentlich wenn wir uns zu sehr auf ein Ziel festlegen?

00:00:19: Weil Ziele haben es ja gut Wir sollten ja auch irgendwie Ziele haben, ich weiß nicht in jedem Vorstellungsgespräch.

00:00:26: Wird das hier auch so abgefragt?

00:00:28: Überall wird man damit konfrontiert und gleichzeitig ist die Frage was passiert dann eigentlich mit dem Ziel wenn wir das festgelegt haben.

00:00:38: Und ich möchte dahingehend mit einer Anekdote starten, die mir kürzlich passiert ist eine Anek-Dote also ein Erlebnis was mir kursig passiert ist und zwar Bin ich ja so gut wie täglich am Laufen, also am Walken, am Strafe.

00:00:55: spazieren gehen wir auch immer.

00:00:57: Am Laufen einfach?

00:00:58: Ich frag mich sowieso warum laufen immer gleich mit Joggen gleich gesetzt wird.

00:01:02: Warum heißt wenn ich laufend gehe fragen alle welche Pace ich habe.

00:01:06: Dabei laufe ich mit meinen Beinen geradeaus.

00:01:09: So wenn ich joggen würde würde ich sagen ich jocke Naja unabhängig von dieser zwischen von den Zwischengedanken war ich also letztens wieder laufen und habe diesmal aber, weil ich eh immer laufen gehe an einem online Charity-Loftteil genommen.

00:01:26: Da gibt es ganz oft ganz viele Laufs die online stattfinden das heißt dass du dich da anmeldet oder dass man sich da anmeldet und dann bekommt man sozusagen eine virtuelle Startnummer die man sich natürlich auch ausdrucken kann Und dann läuft man seine Runde, die man angegeben hat.

00:01:44: Leht das dann anschließend hoch mit Foto als Beweis und dann ist dieser Lauf sozusagen getan.

00:01:49: Es ist also kein Lauf wie jetzt Berlin-Marathon-Lauf wo alle plötzlich nebeneinander stehen sondern... Man läuft es für sich.

00:01:56: Man kann natürlich auch das in Gruppen laufen.

00:01:57: Ich bin zu mich gelaufen und ich habe am Charity-Loft Brustkrebslauch twenty-sevenundzwanzig teilgenommen.

00:02:02: Das heißt dass da pro Kilometer Geld gespendet wurde, was in die Brust Krebsforschung reingeht.

00:02:07: Und ich dachte mir ja, es ist cool weil ich GAE laufen.

00:02:10: Also dann kann ich das auch meine Kilometer wem schenken bzw mit noch was Gutes machen.

00:02:17: und Ich hatte mich bei dem Lauf für fünfzehn Kilometer eingetragen.

00:02:21: also wenn da muss es schon eine Challenge für mich sein bis Jahrwanz immer so zwölf die gelaufen bin möchte einfach dieses Strecken erhöhen Weil ich einfach Spaß dran habe und hab mir gedacht nie Dann mache ich halt die Fünfzehn ist das für mich eine Herausforderung, dass zu schaffen und gleichzeitig wenn ich es dann geschafft habe weiß ich bin was Gutes getan.

00:02:44: Also hab' ich mir einen Tag vorgenommen an dem ich diese fünfzehn Kilometer laufen wollte... ...und bin da los gelaufen!

00:02:50: Und es war alles gut wie man dann halt so läuft.

00:02:55: Man läuft halt so vor sich hin bis Kilometer neun oder zehn war überhaupt nichts.

00:03:02: also ja ich war ein bisschen erschöpft aber jetzt nicht so, dass ich irgendwelche Babychen oder irgendwas hatte gar nicht.

00:03:08: Ab Kilometer zehn elf fing das denn schon ein bisschen an zu zippeln.

00:03:13: Kilometer vierzehn schon ein bißchen mehr und als ich die fünfzehnt dann auf meiner Uhr hatte hat mein Körper plötzlich gesagt schön wir haben ja jetzt die fünf Zehn dann wäre ich halt fertig und ich bin wirklich in meiner Kondition eingebrochen.

00:03:30: Also ich musste dann noch anderthalb Kilometer nach Hause laufen, weil die Runde nun mal so groß war.

00:03:34: Habt da meinem Körper auch erklärt, dass ich das jetzt machen muss, weil ich will ja jetzt hier am Wegesrand bleiben.

00:03:42: Ich habe es aber auch überall gemerkt und gespürt.

00:03:46: Und als ich zuhause war, mich erst einmal erschöpft hingesetzt hab und stolz auf mich war, habe ich gedacht Es ist so krass wie man sich selber mit so einem Ziel limitieren kann, wie man sich mit so einem Ziel auf der einen Seite pushen kann und auf der anderen Seite sich aber denkt ja was warum hätte ich jetzt nicht noch ein Kilometer weiterlaufen können?

00:04:12: Weil halt mein ganzer Fokus, mein ganzes Mindset auf diese fünfzehn Kilometer war.

00:04:16: Mir war das gar nicht so bewusst dass es so krass wirkt erst als ich's am eigenen Körper erfahren habe, dass mein Körper halt einfach dann gesagt hat so ist vorbei die sind jetzt fertig.

00:04:29: Und dann habe ich die letzten Tage damit verbracht, genau mal darüber nachzudenken.

00:04:34: Weil ich finde das ist so ein praktisches Beispiel wie wir uns selber durch gesetzte Ziele teilweise limitieren.

00:04:44: was ich damit sagen möchte wenn wir das jetzt im großen Sinne aufziehen jeder von uns hat ziele wünscht träumen blar und die setzen wir uns und wenn wir die dann erreicht haben dann entstehen wieder neue ziele.

00:04:57: Oft aber ist es dann so dieses, okay krass.

00:04:59: ich habe das jetzt erreicht und Ich freue mich und bin fein damit.

00:05:03: Und das ist ja auch gut so.

00:05:04: dafür sind der Ziele da um sie zu erreichen und dann fein mit der Situation zu sein.

00:05:08: was ich mich allerdings frage ist Was wäre gegangen?

00:05:12: Wenn wir das Ziel als Zwischenschritt genommen hätten oder wenn wir das ziel Als idee genommen hätten wenn wir es einfach nicht als entziel genommen hätten?

00:05:22: versteht worauf hinaus wie ich wieder darauf hinaus dass schon alleine dadurch dass wir sagen Es ist jetzt das Entziel uns ja um Möglichkeiten, Berauben die da drüber hinausgehen könnten.

00:05:37: Wenn ich das jetzt auslaufen nehme, wenn ich jetzt sage ich laufe dreißig Kilometer meine Dwingen dann schafft mein Körper die Dreißig aber der einundreißigste ist dann vielleicht nicht drin weil ich im Kopf halt zumache Aber körperlich noch könnte.

00:05:51: Ich wäre wahrscheinlich auch noch sechzehn und siebzen Kilometer gelaufen beim letzten Mal Wenn ich vom Kopf her diese fünfzehn als eine Etappe genommen hätte oder mich nicht so festgelegt hätte, also man schränkt sich dann plötzlich so teilweise in Debe ein was möglich gewesen wäre.

00:06:07: Wenn man sagen würde das ist der nächste Schritt den ich erreichen möchte und dann schaue ich was der nächstes Schritt sein könnte?

00:06:14: Ich hätte es gesagt okay ich mache jetzt die fünftzehn und dann schauen wir was noch geht!

00:06:18: Ich werde dann trotzdem nach Hause gelaufen aber Vielleicht wäre mein Körper dann nicht plötzlich so zugegangen.

00:06:22: Und das war ja dieser Effekt, den ich ja wirklich einem eigenen Körper erlebt habe zu sehen.

00:06:27: Dieses Ziel ist erreicht und plötzlich geht gar nichts mehr!

00:06:32: So sehr es okay ist diese Erschöpfung zu haben wenn man ein Ziel erreicht hat... ...so sehr finde ich zeigt es aber auch dass wir uns in den Alltag gucken Karriere-Familie was auch immer und da Ideen haben was wir wollen als Ziel uns einfach limitieren und gar nicht das ausschöpfen, was möglich wäre.

00:06:53: Weil wir uns dieses Ziel als es ist wie so eine Schranke, als wenn's dahinter nichts mehr gebe, was es noch geben könnte, wenn man das Ziel als Zwischenschritt sieht.

00:07:12: Ich habe mir aber ein paar Gedanken hier aufgeschrieben, den gucke ich jetzt mal nebenbei auf meine Sachen die ich hier noch geschrieben habe.

00:07:19: Ziele können Orientierung geben, aber gleichzeitig eben den Blick auf das Begrenzen was tatsächlich möglich ist.

00:07:26: Also das finde ich jetzt auch nochmal schön ausgedrückt so gut Ziele sind sie sind ja gut natürlich weil sie Orientierung gehen weil sie uns den Weg weisen.

00:07:36: Wenn wir aber zu starr daran festhalten dann engen wir uns halt auch einfach ein limitieren uns in die Möglichkeiten die da sind und schauen halt auch nicht nach rechts und links.

00:07:46: irgendwie Genau, manchmal erreichen wir genau das was wir wollen und merken dann dass wir eigentlich fast ganz anderes gebraucht hätten.

00:07:57: Das ist ja auch immer so.

00:07:58: dieses... dieser schöne Kalenderspruch, das Leben gibt dir nicht das was du brauchst sondern nicht das, was du willst, sondern das was Du brauchst.

00:08:05: und es ist ja teilweise auch ich kenn's auch aus eigener Erfahrung, dass man teilweise Ziel oder dass ich auch Ziele verfolgt habe und am Ende festgestellt hab die Idee von dem Ziel irgendwie gut war.

00:08:17: aber als ich es dann hatte Habe ich mir gedacht, so habe ich es mir nicht vorgestellt.

00:08:21: Und wenn ich mir da vielleicht mehr Raum oder mehr Zeit gegeben hätte das für mich rauszufinden dann wäre das hier die grobe Richtung gewesen und trotzdem wäre ich einmal links und einmal rechts abgebogen und hätte dadurch Neustier gefunden.

00:08:34: Ich finde auch der Umgang mit Zielen darf nicht so statisch sein sondern darf flexibel sein, darf gestaltet werden.

00:08:41: Je nach Lebensphase je nach Umstände.

00:08:43: wir entwickeln uns weiter Wir lernen neue Dinge kennen Neue Menschen können machen andere Erfahrungen.

00:08:49: Wir müssen uns nicht auf eins hier festlegen und das dann knallhart durchziehen sondern wir können auf dem Weg dorthin auch andere Ziele haben.

00:08:59: Und vielleicht erreichen wir denn gar nicht das Endziel aber ist es gar nicht so wild weil wir ja zwischendrin diese Ebenen hatten.

00:09:07: Es gibt ja auch genug Stories von Sportland zum Beispiel, da kenne ich es.

00:09:13: Die dieses eine Ziel hatten und wenn sie's dann erreicht haben, dann irgendwie in so ein Loch gefallen sind weil sie gesagt haben ja was passiert jetzt eigentlich?

00:09:24: Und sich dann neu erfinden müssen ist nicht wild kann man alles machen selbstverständlich und gleichzeitig Kann man dem glaube ich ein bisschen vorbeugen.

00:09:35: Ja, wenn man den Ziel mehr Raum gibt.

00:09:40: worauf ich eigentlich hinaus will, ist halt auch dass diese Ziele uns als Fokus dienen sollten.

00:09:46: Aber doch wir schauen dürfen das sie uns halt nicht limitieren weil wenn wir auf eins hier zugehen vernachlässigen wir vielleicht andere Dinge in unserem Leben die uns auch gut getan hätten wie wir auch gut können andere Fähigkeiten zum Beispiel die dann gar nicht ausgebaut werden oder genutzt werden die vielleicht aber mehr zu unserer Zufriedenheit oder zu unserem inneren Frieden beigetragen hätten.

00:10:13: Also Ziel heißt für mich auch, du hast nur so diese eine Straße ist das Bild was ich immer so vor mir habe.

00:10:20: also ich hab ein Ziel dass es diese eine Straße Aber es gibt ja noch total viele andere Straßen und ich glaube Leben ist gedacht Viele verschiedene Straßen einfach mal zu besuchen abzufallen.

00:10:30: Das heißt nicht, dass man ziellos sein sollte weil macht einen auch total verrückt.

00:10:35: Wenn man die Richtung nicht kennt und wenn man nicht weiß, wo soll es hingehen?

00:10:38: Also das ist ja auch das, wo ich mich zum Beispiel gerade auch beruflich befinde.

00:10:41: Ich habe im Moment nicht dieses Ziel deswegen bin ich ein bisschen orientierungslos Und bin so ein bisschen Orientierungslos, Punkt so weil ich gerade dieses große Ziel nicht kenne und gleichzeitig finde ich das aber gut auf diesem Weg dieses Ziel zu finden rechts und links mal abzubiegen oder jetzt halt mit dir auch sowieso zu quatschen Weil das ist hier auch die Vielfalt vom Leben selbst, wo ich denke das ist eben der Sinn vom Leben so die Vielfalt zu erfahren.

00:11:16: Dann habe ich mir auch noch mal aufgeschrieben nicht jedes Ziel für dich eben auch dort wo du wirklich hin willst.

00:11:21: also man kann halt auch fixiert sein auf so ein Ziel und dann feststellen dass es aber vielleicht gar nicht das eigene Ziel ist sondern dass man dem folgt weil beeinflusst wurde von anderen Dingen, die vielleicht auch gar nicht so zu ihm gehören.

00:11:35: Und somit ist das hier schon wieder ein Limit und fördert gar nicht unsere unseren inneren Wachstum oder unsere innere Bereitschaft.

00:11:45: Das finde ich auch nochmal spannend.

00:11:49: Und was habe ich mir noch aufgeschrieben?

00:11:58: Ja also wie gesagt, was ich mir nachaufgeschrieben habe, ist wirklich das konkrete Ziel vor Augen zu haben bedeutet dass wir nur dorthin schauen aber eben rechts und links, was davon passiert wird dann übersehen.

00:12:10: Und das ist so diese Super-Schade eigentlich!

00:12:13: Ich weiß... ich weiß, das klingt immer weit klug.

00:12:17: Ich nehme wahr, dass in der heutigen Gesellschaft die Ziele schon super wichtig sind und überall wird einem das ja auch kundgetan.

00:12:25: Dass es gut ist ein Ziel zu haben und dann straighter hin und dann musst du dafür hasseln Na klar, musst du für dein Ziel arbeiten.

00:12:35: Wenn du bestimmte Dinge erreichen willst und gleichzeitig immer wieder überprüfen ob das auch noch das Ziel ist was zu dir gehört und ob es da wirklich das Maximum aus dir rausholt.

00:12:45: Und wenn ich jetzt zum Beispiel wieder aufs Laufen gehe wo ja jeder Schritt zählt im Sinne von einen Schritt nach dem anderen und ich mir zum Beispiel sage okay ich möchte die und die Rundenzahler reichen oder die und Kilometer Anzahl Und dann mach ich das, kann es auch heißen, dass wenn ich zum Beispiel nicht schaffe diese fünfzehn Kilometer meine Degen.

00:13:06: Das ist natürlich eine wahnsinnige Enttäuschung damit verbunden ist.

00:13:09: und da sich alles in Frage stelle was ich gemacht habe wurde ich ja auf dieses Ziel zugegangen.

00:13:14: Ich hab mich vorbereitet, die richtigen Schuhe an, das richtige Wetter abgepasst wie auch immer.

00:13:19: also ich habe für perfekte Bedingungen gesorgt.

00:13:22: Ich habe darauf geachtet, dass ich in einer guten Verfassung bin und trotzdem kann es sein, nicht schaffe.

00:13:29: Also ich kann ja den gleichen Lauf nächste Woche machen und dann schaffe ich vielleicht nur drei Zehn, und dann kann es passieren dass ich enttäuscht bin und sauer bin und dass sich einfach eine schlechte... das mit schlechten Gefühlen verbinde.

00:13:42: und so sehr die Enttäuschung da sein darf ist sie gleichzeitig eigentlich unnötig weil man hier auf dieses Ziel losgegangen ist und dass alleine dass man da los gegangen ist und das man diesen Weg gegangen zeigt dir die Bereitschaft, das Ziel zu erreichen.

00:14:03: Und hat ja nichts damit zu tun dass man versagt hat nur wenn man das Ziel nicht erreicht hat.

00:14:09: also gerade im Sportlichen finde ich sieht man das so schön wie man damit umgeht wenn man es erreicht oder auch nicht.

00:14:15: und genauso kann's ja auch sein dass man halt die Idee von Familie oder Kinder und dann im Leben merkt man dass das mit dem Partner vielleicht klappt aber mit dem Kinder haben klappt das vielleicht nicht Und dann kann man sich aber nicht mehr über das freuen, was man hat.

00:14:33: Weil man so sehr dem hinterher trauert was man nicht hat und so sehr ich das auf der einen Seite nach empfinden kann und auch vom Kopf her total verstehe ist es so gleichzeitig nochmal das das Bewusstsein dafür zu entwickeln dass nur weil ich ein ziel habe und es nicht erreicht ist das was ich dafür getan habe nicht minderwertig verstehst du also wenn ich Karriere machen will und ich gehe step by step und erreiche aber dann nicht die Position, die ich gerne hätte aufgrund von Umständen.

00:15:03: Dann heißt es ja nicht dass ich auf dem Weg dahin versagt habe sondern ich bin die Schritte her gegangen und am Ende hat dann was auch immer gefehlt.

00:15:13: vielleicht ist das falsche Unternehmen, die falschen Kollegen, vielleicht bräuchte ich noch eine Weiterbildung?

00:15:17: Keine Ahnung irgendwas... Was eben gefehlten hat um diesen letzten Schritt zu machen oder das letzte Fünktchen rauszuholen.

00:15:29: Und dann bin ich so über mich verärgert einfach, dass sich da vielleicht den Job hinschmeiß oder frustriert bin.

00:15:34: Keine Ahnung was auch immer und so sehr ich das auf der einen Seite verstehe.

00:15:37: So sehr ist es aber auf der anderen Seite dieses Ja du bist doch diesen Weg gegangen!

00:15:41: Also du hast doch ganz viel dafür gemacht, du warst doch auf diesem Ziel, auf dem Weg.

00:15:45: und jetzt ist das halt so, dass der Weg eine Bihung macht.

00:15:48: und das heißt ja deswegen nicht, dass du schlecht bist oder dass das was du getan hast, sondern nur dass der Weg so eine Biegung macht.

00:15:57: und ich finde immer Ziele als Fokus ist okay, aber wenn sie zu steif sind dann sind Sie mehr bürde als Freude.

00:16:06: Dann ist man so mit diesen Zielen verbunden das man rechts und links wirklich wie ich vorhin schon gesagt habe gar nichts mehr wahrnimmt und nichts mehr außerhalb dessen sieht dass man am Ende auch vergisst ob dieses Ziel ein wirklich glücklich macht.

00:16:22: Also bin ich dann immer noch glücklich, wenn ich das erreicht habe.

00:16:25: oder bin ich jetzt gerade so krass fixiert dass selbst das gar keine Rolle spielt und dass, wenn sich das Ziel dann erreicht haben feststelle ja krass jetzt hab' ich's halt aber es macht halt gar nichts mit mir.

00:16:38: was ich sagen will ist, dass wir achtsamer beziehlen sein dürfen im Sinne von immer wieder checken.

00:16:45: sind wir immer noch auf dem richtigen Weg, auf einem guten Weg und ist das Ziel auch wirklich das was uns am Ende Freude bereitet.

00:16:52: Ich finde auch wichtig zu schauen, wie fühle ich mich auf dem Weg zum Ziel?

00:16:59: Dass sich halt auch dann gut mit der Situation umgehen kann wenn das Leben sagt also hier ist jetzt stopp du erreichst das Tier nicht du biegst jetzt mal links ab.

00:17:09: Also diesen Raum auch geben, dem Ziel mehr Raum geben.

00:17:13: und das dritte was ich eben auch aus eigener körperlicher Erfahrung gerade mitgenommen habe Dieses Ziel dürfen einen nicht limitieren.

00:17:20: Ziele dürfen nicht dafür sorgen, dass wir das erreichen.

00:17:23: und dann nach uns die Sinnflut.

00:17:24: oder wir erreichen das Ziel und verbinden damit eine große Erwartungshaltung, die vielleicht nicht erfüllt wird und dann sagen wir ja aber alles was danach kommt ist mir eh egal.

00:17:33: Oder wir erreichen Das Ziel und setzen alles was da nachkommt ins Verhältnis zu dem was wir erreicht haben Egal ob familiär beruflich freundschaftlich sportlich wie auch immer Es gibt ja nicht nur ein Ziel.

00:17:46: Also wenn wir sagen, so eine durchschnittliche Mensch hier lebt ja zwischen vierundachtzig und sechstensachzig Jahren.

00:17:51: Dann sind ja da verschiedene kleine Zwischenziele drin und ich glaube es geht im Leben darum genau diese kleinen Zwischenziele wahrzunehmen zu wertschätzen, zu erfahren, zu erleben, zu genießen und sich dann demnächst zuzuwenden.

00:18:08: Aber so ein Ziel ist halt nicht der Endpunkt, der erreicht werden muss mit Druck.

00:18:12: Egal auf Teufel kommen raus, egal was ich dabei verliere vielleicht an Gesundheit wenn es um Sport geht oder beruflich wenn ich da meine Familie hinterher hänge oder Familie und ich mache dann kein Mut mehr.

00:18:22: Es gibt ja so viele wo man so krass fixiert ist dass man auch viele Dinge entbehrt und erst später feststellt das das eigentlich nicht das ist was man für sich gewollt hat.

00:18:32: Und gerade dieses Limitieren finde ich einfach.

00:18:36: Also für mich ist das so eine krasse Erkenntnis dieses, wir limitieren uns einfach in den Möglichkeiten die da sind.

00:18:42: Die Frage ist jetzt wie gehe ich beim nächsten Lauf damit um?

00:18:44: wenn ich jetzt das nächste mal achtzehn Kilometer laufen will?

00:18:48: Wie mache ich das?

00:18:49: dann sage ich dann okay, achtzehnt Kilometer ist das Ziel und danach sagt mein Körper wieder herzlichen Glückwunsch.

00:18:55: auch jetzt gehe ich gar keinen Schritt mehr weiter.

00:18:57: Einerseits ist es natürlich gut, weil der Körper für sich gut regulieren kann bis wann er mit seinen Kräften geht.

00:19:02: Und auf der anderen Seite fühle ich das total erschreckend, dass das so funktioniert kann.

00:19:06: Also ich verstehe jetzt noch mal mehr die Sportler, die halt mental sich da so gut aufstellen müssen um halt Höchstleistung zu bringen.

00:19:15: Ich meine wir reden hier davon, dass sie durch dich weit latschen Und trotzdem fand ich das so einen tiefen Impact, dass ich mir jetzt überlege wie mache ich es?

00:19:22: beim nächsten Mal sage ich dann ein Kilometer um ein Kilometern und wir gucken wie weit wir kommen.

00:19:27: Obwohl ich diese achtzehn schaffen will oder sage ich halt achtzehnt plus zwei?

00:19:32: Oder keine Ahnung!

00:19:34: Ich muss da oder werde da eine andere Strategie für mich entwickeln.

00:19:38: Ich lasse dich das dann wissen wenn ich sie habe Wie ich besser mental zumindest mit solchen langen Strecken umgehen kann.

00:19:47: Aber der Gedanke, was machen Ziele mit uns?

00:19:51: Das ist der, den ich heute mitgebracht habe.

00:19:53: Und ja... Ist die große Frage wieder!

00:19:57: Die im Raum steht wie gehst du damit um?

00:20:00: Was sind deine Gedanken dazu?

00:20:01: Lass uns gerne dazu austauschen.

00:20:05: Wie gesagt Ich hab nichts gegen Ziele.

00:20:07: Ich finde Ziele als Fokus super.

00:20:10: Sie dürfen uns nur nicht einschränken oder B schränken Oder limitieren oder uns Lebensfreude nehmen.

00:20:17: Ziele sollten immer auf uns ausgerichtet sein und uns Freude und Energie schenken.

00:20:25: Und in diesem Sinne würde ich sagen, schau dir gerne mal deine Ziele an!

00:20:32: Lass mich wissen wie du zu dem Thema stehst.

00:20:34: In diesem Sinne danke ich dir wieder einmal für deine Zeit und für deinen Ohr und sag Tschüss bis zum nächsten Mal.

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