04 - Wer bin ich, wenn ich nichts leiste?
Shownotes
Inhalt
Wir lernen früh, dass Leistung etwas mit Anerkennung zu tun hat. Gute Noten. Erfolge. Arbeit. Familie. Engagement. Funktionieren. Und eines Tages kann daraus ein innerer Satz werden: Ich werde gesehen, wenn ich etwas leiste. Doch was passiert, wenn wir einmal nichts leisten? Wenn wir Pause machen. Wenn wir keinen Erfolg vorweisen. Wenn wir einfach nur sind? Dann kann plötzlich die unangenehmen Frage im Raum stehen: Wer bin ich eigentlich, wenn ich nichts leiste? In dieser Folge spreche ich darüber, warum wir unseren Wert so häufig an Leistungen knüpfen und warum es so schwer sein kann, sich selbst auch dann als wertvoll zu erleben, wenn gerade nichts passiert.
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Das Leben hält sich selten an unsere Pläne.
Also reden wir darüber.
Bei Kaffee & Tacheles - Anders als gedacht geht es um Veränderung, Beziehung, Identität, Zufriedenheit, Aufbruch, Rückkehr und all die Fragen, die auftauchen, wenn das Leben plötzlich einen anderen Weg nimmt.
Ich bin Jana Ludolf. Autorin, Mediatorin und systemische Beraterin. Ich habe selbst viele Veränderungen erlebt: Ausland, Rückkehr, neue Rollen, alte Träume, die nicht mehr passten und die Frage, wie man sich ein gutes Leben gestaltet, wenn der ursprüngliche Plan nicht mehr funktioniert.
Heute spreche ich über das, was mich bewegt.
Persönlich. Ehrlich. Ohne Hochglanz.
Keine perfekten Lösungen. Keine schnellen Antworten.
Dafür Gedanken, Geschichten, Erfahrungen und Gespräche über das echte Leben, wenn es anders kommt als gedacht.
Kaffee auf den Tisch. Tacheles auf die Ohren. ☕️ 🎙️
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Für Fragen und Anregung schreibt eine E-Mail an: post@janaludolf.com
Meine Webseite:
www.janaludolf.com - Klarheit|Wahrheit|Zufriedenheit
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00:00:00: Da sind wir wieder.
00:00:02: Danke, dass du wieder eingeschaltet hast heute bei Kaffee und Tarrellis mit mir Jana Ludolf.
00:00:09: Und ich habe heute nochmal die Geschichte vom Waldbaden mitgebracht.
00:00:12: Die hatte ich letzte Woche schon im Podcast erzählt.
00:00:14: da ist mir die Woche noch mal was bewusster geworden und das möchte Ich gerne teilen.
00:00:19: Ich hatte erzählt wenn Du die Folge nicht gehört hast erzähle ich es nochmal, dass ich Waldbahn gemacht hab vor ein paar Wochen.
00:00:25: Das heißt, dass wir mit einem Also jemand hat das angeboten, Bewusstzeit im Wald verbringen konnte.
00:00:32: Also er hatte angeboten miteinander, Bewüstzeit zu verbringen und das ist nicht so dass ich nicht gerne im Wald gehe.
00:00:38: also wir sind schon viel im Wald laufen und wandern und das machen wir schon.
00:00:41: aber es ist eben so man ist halt aktiv man ist unterwegs und beim Waldbahn geht's darum Zeit im Wald zu verbringen ohne krass Leistung zumachen.
00:00:53: Die Faustregel ist so zwei Kilometer in zwei Stunden, daran erkennst du schon wie langsam man so unterwegs ist.
00:00:58: Und wir waren... Wie gesagt mit jemandem der das gezeigt hatte, weil ich mir unter Weitband erst mal nicht vorstellen konnte.
00:01:06: Das heißt wir haben so weit Meditation gemacht Wir haben zusammen eine Tee-Zeremonie gemacht.
00:01:10: Am Ende haben wir so in Hängematten ganz wild umgelegen Also Wildrumgelegen im Sinne von dass wir zwischen zwei Bäumen hier da sich so ne Hengematte aufgespannt hat und dann haben wieder an diesem Wald reingeschaut Und ich muss sagen, dass das echt Spaß gemacht hat.
00:01:27: Es hat mich richtig runtergefahren und ich hatte am Anfang allerdings ein paar bisschen Schwierigkeiten damit weil... Ich dachte, ich muss jetzt irgendwas leisten!
00:01:37: Ich muss jetzt was machen, dass es passiert.
00:01:39: Dabei geht's um dieses Waldbahn eben genau darum, dass man nichts macht sondern dass man einfach nur ist, der Wald will, dass du bist so mit dem Wald.
00:01:50: Wir wissen alle wie positiv Natur auf das menschliche Nervensystem wirkt, auf das Menschliche Immunsystem überhaupt.
00:01:59: Auf das ganze Herzkreislaufsystem und so.
00:02:03: Und doch glauben wir manchmal eben – da gehöre ich auch eindeutig dazu– dass wenn wir denn unterwegs sind aber Schritte sammeln müssen halt ein Weg laufen Wir müssen die Wanderroute abarbeiten Dass man nur kurz den Ausblick genießt sondern gleich wieder runter.
00:02:22: Zudem kann ich sagen, dass ich ja mit dem Laufen wieder angefangen habe.
00:02:26: Das Laufen begleitete mich immer mal in den ganzen letzten Jahren mehr oder weniger und jetzt gerade aktuell wieder so, dass sich täglich meine Runde laufe.
00:02:35: also ich mache nicht laufenlaufen sondern dieses Walken.
00:02:38: das hat damit was zu tun, dass Ich eigentlich knietechnisch nicht joggen sollte vom Arzt her Deswegen straffes Spazieren gehen Und auch da bin ich schon auch leistungsorientiert unterwegs, weil ich will es dann eben gut machen.
00:02:59: Weißt du?
00:02:59: Ich will dann einfach die fünf Kilometer in der Zeit mit deren der PS schaffen.
00:03:04: Ich will da noch weitergehen und eine bestimmte Kilometeranzahl im Monat haben.
00:03:10: Und ich habe jetzt durch das Laufen festgestellt, dass Leistung gut ist.
00:03:17: Jeder soll für sich entscheiden, ob er bestimmte Leistungsziele hat.
00:03:23: Das kann ja auch anspuren!
00:03:25: Gleichzeitig glaube ich, dass es grundsätzlich nicht immer um Leistung geht.
00:03:32: Wir aber in so einer krassen Leistungsgesellschaft sind... ...dass wir glauben etwas leisten zu müssen, um etwas zu sein.
00:03:41: und das ist das Thema, was ich mitgebracht habe.
00:03:44: Das beschäftigt mich schon ein bisschen länger dieses Ich muss etwas leisten, um was zu sein, um akzeptiert zu werden.
00:03:54: was Geld erwirtschaftet, damit die Menschen akzeptieren das dass ich da bin.
00:03:59: Es ist schwer für Menschen zu akzeptiert, dass ich selbstständig bin oder dass sich eben auch eine Zeit lang wo wir im Ausland gelebt haben gar nicht gearbeitet habe.
00:04:10: und dann die Frage wer bin ich wenn ich nichts leiste?
00:04:13: Das ist auch ein geiler Glaubenssatz!
00:04:14: Wer bin ich, wenn ich nix
00:04:15: leiste?!
00:04:15: Bin ich gut genug, wenn Ich nichts leise?
00:04:19: Was ist mein Beitrag?
00:04:21: Was ist Sinnstiften?
00:04:22: Das sind so Fragen, die sind mir wirklich durch das Laufen jeden Tag gekommen.
00:04:27: Wenn ich einen Schritt vor den nächsten setze und dieses Bewusstsein erst mal dafür aufzubringen dass auch Ich natürlich leistungsorientiert erzogen wurde und auch Mir das von der Gesellschaft so entgegen gebracht wird.
00:04:43: Und wie gesagt es ist ja nicht falsch Leistung zu verbringen.
00:04:48: Allerdings ist es falsch das mit dem eigenen Wert in Verbindung zu bringen.
00:04:53: Und wenn wir Leistung in einem Bereich erbringen müssen, der uns nicht gut tut und wie oft erbringt wir Leistungen im Bereich, der sich nicht guttut?
00:05:03: Wie oft checken wir das eigentlich gar nicht!
00:05:07: Es kann sein dass wir auf Arbeit Leistung bringen und wir sind eigentlich mit dem Job völlig unzufrieden.
00:05:12: Trotzdem powern wir uns da aus, sind völlig erschöpft.
00:05:16: Gehen nach Hause schlechte Laune weil wir denken wir müssen morgen wieder hin Aber ich brauche ja das Geld und wir gönnen uns keine Ruhe und keine Auszeit oder eine Pause davon, um erstmal wirklich rauszufinden.
00:05:29: Ist es das womit ich mein Geld verdienen möchte?
00:05:32: Oder habe ich noch andere Möglichkeiten?
00:05:34: Das checken mir gar nicht aus sondern wir sind so drinnen dass wir was leisten müssen, dass wir uns diesen Schritt nicht geben.
00:05:40: Oder wenn ich jetzt auf den Sport zum Beispiel gucke Wie viele fangen mit Sport an und scheitern, weil sie sagen okay ich muss wenn ich jetzt zum Beispiel laufe nehmen wir mal das laufen jetzt einfach was ja auch mache.
00:05:51: Ich muss jetzt aber wirklich dann jeden Tag laufen oder mindestens drei Mal die Woche und ich muss mindestens fünf Kilometer und ich muß und nicht muss.
00:05:59: Und dann sind Sie so erschöpft dass sie eigentlich gar keine Lust haben?
00:06:04: Das kann natürlich sein, dass wenn du das jetzt hörst, sagst ja ja aber wie soll es denn sonst funktionieren wenn alles nur so Larifari ist.
00:06:10: Ich glaube dieses Larifarie... hat was damit zu tun, dass wir natürlich einen Kontrast brauchen zum Leistung.
00:06:18: Also wer nicht leistungsorientiert unterwegs ist macht ein Larifari und das wird dann lächelt und abgewertet.
00:06:25: Nämlich mich übrigens auch nicht aus, dass ich noch so denke manchmal.
00:06:28: Und gleichzeitig ist es doch aber so, dass wenn wir Leistungen bringen wollen... ...dass es uns dabei auch gut gehen sollte!
00:06:38: Das ist ein Punkt der wird so oft weggedrückt.
00:06:45: Wir gehen dann einfach über unsere Grenzen, über unsere Werte.
00:06:48: Über unsere Bedürfnisse.
00:06:50: Weil wir glauben nur wenn wir was leisten sind wir etwas wert.
00:06:54: und solange wir eben so unterwegs sind oder auch so dieses wir müssen was leisten weil... Was denn sonst?
00:07:01: Das ist das ja auch manchmal!
00:07:02: Wir müssen ja was machen Jana.
00:07:04: Was sonst?
00:07:04: Und jetzt den ganzen Tag in der Hängematte liegen.
00:07:06: Aber was wäre, wenn wir alle in einer Hängematter liegen den ganzen tag?
00:07:09: Was würde
00:07:09: passieren?!
00:07:10: Ich behaupte dass wir gar nicht alle den ganzen tag in der hengematte legen Dass wir vielleicht alle fünf Tage, also dass wir vielleicht alles zusammen fünf Tage dahin gehen.
00:07:20: Und dann, dadurch das wir unser nerves System runtergefahren haben von innen heraus der Impuls kommt etwas tun zu wollen und dann fühlt sich leisten aber nicht nach Leisten an sondern nach... Das mache ich weil es mir Freude macht, das mache ich Weil ich was für die Gemeinschaft machen will wie auch immer Also aus einem ganz anderen Energiefeld.
00:07:39: eigentlich Kommt das denn raus?
00:07:42: Dann hat das auch gar nichts mehr mit Leistung zu tun.
00:07:45: Ich mach das, es macht mir Spaß und es pauert mich nicht aus.
00:07:48: Sondern es schenkt mir Energie!
00:07:49: Weil oft ist ja Dinge die wir leisten, wofür denn auch vielleicht noch unseren Selbstwert von abhängig machen hat ja oft was damit zu tun dass wir dann auch dabei leer gehen weil wenn ich jetzt etwas leisten muss aber das macht mir nicht gar keine Freude Dann gehe ich ja da nehme ich mich ja gar nicht ernst.
00:08:09: also dann habe ich hier auch ein falsches Bild Dann leiste ich was und mache dann auch noch mein Bild davon abhängig, ob die anderen im Außen meine Leistung entsprechend gut finden.
00:08:20: Und wenn sie das nicht machen, dann leiste sich einfach mehr in der Hoffnung dass es dann passiert könnte.
00:08:26: aber sein ist gar nicht passiert und dann ist man selber am Ende des Tages völlig ausgebrannt.
00:08:31: also wenn ich jetzt zum Beispiel jeden Tag laufen gehe und das nicht poste sondern ich mach das einfach für mich Weil ich für mich entschieden habe, dass das mir gut tut.
00:08:41: Dass es meine Gesundheit guttut.
00:08:42: Dass das mich einfach entspannt.
00:08:44: Dass ich diese Bewegung auch brauche um mich selber zu regulieren und ich poste das gar nicht.
00:08:53: Dann kann es sein... ...dass mir viel mehr was bringt als wenn ich jeden Tag ist posten und die Leute mir ständig zujubeln weil ich dann ja mein Selbstwert von meiner Leistung abhängig machen.
00:09:05: verstehst du, worauf ich hinaus will?
00:09:08: Mir ist es gerade so krass gekommen, ich habe den LSU verfolgt.
00:09:11: Der LSU das ist ein Sport-Event gewesen was jetzt im August gelaufen ist oder stattgefunden hat.
00:09:18: Das wurde gestreamt für vier Tage und da geht es eben darum dass man einen Loop pro Stunde, einen Loop von sechs Kilometer läuft und du musst halt immer halb einer Stunde wieder zurück im Camp sein und nur wenn du im Camp bist darfst du die nächste Stunde antreten.
00:09:34: Wenn du das nicht schaffst bis du halt raus Wenn du zu spät kommst, bist du raus.
00:09:39: Und dann läufst du ein Loop noch einen Loop und ich habe das verfolgt weil ich das System von backyard genial finde einfach aus der Geschichte heraus dass Du zum eine gewisse modo tuni hast also das was wir menschen ja mittlerweile kaum noch aushalten können.
00:10:00: Wir müssen hier irgendwie immer unterwegs sein und immer erlebnisse Schöpfen und einsammeln aber dieses mach mal was ganz normales und macht das mal für eine längere Zeit.
00:10:12: Wir werden dann unruhig irgendwie, als wenn unser Leben plötzlich weniger wert ist oder nicht mehr so aufregend oder langweilig wirkt.
00:10:20: dabei glaube ich einfach dass dieses Monotone das ist, was unseren Nervensystem ja völlig reguliert, dieses Utiene- und Gewohnheiten und dass es nichts Schlechtes ist sondern dass das was Gutes ist, also diese Monotonie finde ich irgendwie sich mit der so auseinander zu setzen.
00:10:39: Und das ist eben beim LSU geht es darum, wer zuletzt noch steht.
00:10:44: Last Soul Ultra heißt welche letzte Seele läuft noch und die hat dann das Race gewonnen.
00:10:48: alle anderen haben verloren.
00:10:50: Es gibt doch kein zweiten oder dritten oder vierten.
00:10:52: Alle anderen haben einfach verloren.
00:10:54: Punkt!
00:10:54: Es gibt nur einen Gewinner und zwar der der am Ende steht.
00:10:59: In diesem Livestream hatte man Bildschirmtechnisch Kontakt zu ganz vielen verschiedenen Läufern Und es gab welche, die gesagt haben ich würde das Ding hier gewinnen.
00:11:10: Die auch echt hart dafür trainiert haben.
00:11:12: und dann gab's welche, sie gesagt haben Ich lauf runde für Runde Runde für runde und egal wann ich raus bin... ...ich bin fein mit dem was ich gelaufen bin.
00:11:21: Weil selbst wenn du fünf Runden gelaufen bist oder selbst drei Runden sind das fast zwanzig Kilometer.
00:11:29: Lauf erst mal zwanzzig Kilometer Der Siege ist für nur neunzigrunden gelaufen.
00:11:32: Das ist eine ganz andere Geschichte!
00:11:33: Eine ganz andere Liga.
00:11:34: sich damit zu vergleichen macht Null Sinn, weil am Ende waren wirklich Top-Sportler einfach nur noch im Rennen die darauf trainieren und sich viele Jahre damit beschäftigt mit dem Laufen.
00:11:46: Also sie auch eine ganz andere Grundlage hatten.
00:11:50: Die, die dann früher raus sind, weil sie einfach nicht mehr konnten oder ihre Grenzen überschritten haben mit rund zwanzig oder einundzwanzig fand ich so genial Weil die ihren Wert nicht davon abhängig gemacht haben, ob sie gewonnen haben oder nicht.
00:12:11: Sondern weil Sie gesagt haben ich habe mir ein bestes gegeben und das war mein Bestes und es ist alles gut so wie's ist.
00:12:16: Und ich hab das verfolgt die ganze Zeit.
00:12:18: das Rennen Es ging so.
00:12:20: fast vier Tage glaube ich.
00:12:22: vier tage Ne fünf glaube ich.
00:12:26: freitag ging los in dieser Sendung Und da ist mir auch noch mal bewusst geworden dass sich schon auch leistungsorientiert unterwegs bin.
00:12:33: also Ich mache etwas Ich leiste etwas Und dann freuen sich die Menschen.
00:12:38: Ich organisiere Veranstaltungen, die Menschen freuen sich.
00:12:40: Ich treffe mich mit Menschen... Obwohl ich gar keine Lust habe, sie freuen sich!
00:12:45: Es ist ja auch eine Leistung, es ist eine Beziehungsleistung wie auch immer.
00:12:50: Um dann aber festzustellen okay mein Wert hängt davon ab dass ich was tue und andere das gut finde und mich dann dafür loben oder so.
00:13:02: Was passiert wenn ich das nicht mehr tue?
00:13:06: nach mir handeln, nach meinem Wert und meinen Grenzen an mein Bedürfnis.
00:13:09: Wenn ich sage hier ist die Grenze das möchte ich nicht oder heute fühle ich mich nicht.
00:13:13: wir können uns heute nicht sehen was passiert dann so?
00:13:16: und ich habe gemerkt dass dann erst mal nichts passiert weil die Menschen kennen das natürlich nicht wenn man plötzlich sagt Ich mache mein wert davon nicht mehr abhängig.
00:13:25: ich bin so wie ich bin es alles gut aber ich mach meinen Wert nicht davon abhängige ob ich etwas leiste.
00:13:30: ob ich fünf runde im kreislauf oder zehn runden Ist nicht wichtig.
00:13:34: Wichtig ist, dass ich einen Schritt vor den nächsten mache und wenn ich fertig bin, bin ich fertig.
00:13:39: Das erste was passiert ist das zweite was passiert es Dass ich entspannter geworden bin weil dieser Druck etwas leisten zu müssen um was zu sein und gesehen zu werden um gehört zu werden.
00:13:51: Am Anfang also der fällt weg und es ist ungewohnt.
00:13:54: am anfang das fühlt sich an wie nackig, wie als würde man so eine Panzerrüstung wegkamen.
00:14:01: Die Haus ist ganz dünn und zart und kann nach einem Berührung, weil man nicht weiß ob man dann plötzlich Zollen anfängt.
00:14:06: Weil man erkennt was hatte habe ich jetzt gerade gemacht.
00:14:08: verstehst du wofür ich noch will?
00:14:10: Das ist das zweite was mir aufgefallen ist und das dritte ist es schenkt einfach nochmal ganz viel Klarheit.
00:14:18: wo will ich meine Leistungen reinbringen?
00:14:20: also wie gesagt Ich hab nichts gegen Leistung und mach dein Sport und macht deine Arbeit auf Leistungen wenn es dir gut tut in dich speist.
00:14:29: Aber wie oft ist es das eben nicht?
00:14:31: Wie oft sind wir leistungsorientiert unterwegs, werden auch so erzogen durch die Schule oder so Leistung, Leistung und Leistung... Und wir gehen über unsere Grenzen oder machen Sachen, die für uns überhaupt nicht gut sind, die uns überhaupt sich gut tun, die auf jeden Fall gar keinen Bock haben!
00:14:47: Und durch das Laufen zum Beispiel, je morgens wenn ich losgehe, gucke ich zwar auf meine Uhr und denke mir okay heute und dann sage ich wieder ne Schritt für Schritt Wenn ich jetzt natürlich ein Ziel habe und sage, ich will Marathon laufen ist das natürlich hilfreich auf Leistung zu trainieren.
00:15:06: Dann ist es allerdings so dass du das ja machst mit einer gewissen Freude und du machst deinen Wert hoffe ich nicht nur von dieser Leistung am Ende abhängig beziehungsweise Du gehst diesen Weg, läufst dem Marathon und bist mit der Leistung Am ende im Frieden weil du genau weißt welchen Weg du gegangen bist.
00:15:26: Oft sind wir aber mit der Leistung da nicht zufrieden, weil wir dann eben diesen Abzweig machen ins Außen.
00:15:32: Und auch bei mir ist es so dass ich das Thema Zugehörigkeit ist so ein Lebensthema hinter dem ich mich manchmal auch gut verstecken kann bin ich ganz ehrlich.
00:15:40: Ich kann das jetzt gerade nicht Weil meine Zugehrigkeit ist gerade nicht generblablabla Also muss man auch noch mal aufpassen.
00:15:47: Doch grundsätzlich ist es So dass ich dieses zugehörigkeits Ein krasses zugehöriges Gefühl habe.
00:15:53: ich bin auch krass harmoniesüchtig Und das hindert mich aber manchmal so daran, wenn ich da voll reingehe.
00:16:00: So zu agieren Dass es für mich gut ist und ich meine nicht damit dass man jetzt nur noch über egal was die andere sagt drüber wird.
00:16:09: darum geht's überhaupt gar nicht.
00:16:12: Ich kann gut für mich sorgen und gleichzeitig auch für die anderen gut dasein.
00:16:15: also das eine bedingt des Andere.
00:16:17: Das heißt nicht dass das das eine das andere ausschließt ne?
00:16:20: Das glaube ich jetzt manchmal auch noch so ein bisschen Vertragte in unserem Kopf, dass wir dann denken ja gut aber wenn ich jetzt nur auf mich achte.
00:16:26: Dann ist es ja nur gegen die anderen die name nicht gut auf mich achtet an Speichs das auch für die andern mit gut ein.
00:16:33: Hier müssen sich vielleicht mal ganz kurz dran gewöhnen dass jetzt bestimmte Dinge anders laufen genauso wie andere her plötzlich Für sich gut sorgen können.
00:16:39: und er bin ich irritiert das gibt Es auch dass ich denn denke was macht man gegenüber?
00:16:43: da hat man gegenüber noch nie gemacht.
00:16:47: Wenn mir dann aber in kommunikation gehen und okay ich checkt es ok dann pass Ich mich an im Sinne von Alles klar.
00:16:53: Ich wertschätze, dass du deine Grenzen achtest und deine Bedürfnisse
00:16:56: achtest.".
00:16:57: Und dann speist das für mich ein weil ich ja auch mit einem Gegenüber verbunden bin der einfach in einem guten Mut ist so.
00:17:06: Meine Zugehörigkeit zum Beispiel also dieses Thema was lange lange lange groß groß groß war mittlerweile nur eine kleine Tüte hat eben auch dafür gesorgt dass sich immer dieses Ich will dazugehören, also muss ich Leistung abbringen damit ich gesehen und gehört werde um dann dazu zu gehören.
00:17:25: Spoiler habe ich gemacht hat bei vielen Sachen wirklich hingehauen.
00:17:28: Hat bei vielen Sache nicht eingehauen!
00:17:30: Ich hab gemacht und gemacht weil ich Zugehörigkeit wollte, weil ich gesehen werden wollte... Und den Leuten war es scheiß egal.
00:17:35: Ich hab mehr gemacht und den Leuten was immer noch scheißegal.
00:17:42: Das bedeutet doch auch im Umkehrschluss dass wenn wir irgendwelche Dinge leisten wollen das am Ende nur für uns machen und ja, für uns selber.
00:17:53: Also wenn ich etwas leiste dann für mich weil ich für mich da raus eine Energie oder ein Mehrwert ziehe unabhängig von den anderen.
00:18:02: und Ich weiß dass es super schwierig ist sich davon frei zu machen was die andern denken was sie sagen Man will natürlich gemocht werden man möchte das die Anderen das gut finden.
00:18:13: Wenn ich aber nur darauf gucke was die anderen wollen verliere ich ja dem blick auf das was ich so will.
00:18:19: Und wenn ich jetzt zurück zum Laufen gehe, ich laufe halt jeden Morgen meine Runde mal mehr oder weniger.
00:18:25: Also entweder je nachdem.
00:18:27: Manchmal lauf' ich auch gar nicht weil ich neue Schuhe hab so wie letztens und wahnsinnige Blasen muss ich ja Pause machen.
00:18:34: Und dann versuche mich einfach zu regulieren und zu sagen das ist alles gut zu jahren.
00:18:37: Das ist weder schlimm dass du jetzt nicht läufst.
00:18:40: Du musst dir das auch nicht mit dem Kopf jetzt rechtfertigen von wegen ich habe ja die Blase und so...das is jetzt gerade so!
00:18:46: Das ist jetzt so, morgen ist ein anderer Tag.
00:18:48: Morgen sind die Bedingungen anders.
00:18:50: Vielleicht klappt das mit dem Fuß morgen besser?
00:18:52: Whatever!
00:18:53: Keine Ahnung... Für jetzt ist es so und jetzt machen wir das so.
00:18:57: Und wenn ich jetzt das immer wieder posten würde müsste ich das ja dann auch wieder nach außen reflektieren und da müssten die Leute aber dann wirklich mit Mitleid kommen und sagen oh das tut mir so leid Aber es macht den Fuß ja nicht besser und diese sich davon frei machen von diesem Leistungsdenken und sich davon freimachen.
00:19:12: was andere von meiner Leistung halten ist ein Prozess, ist einen Weg der am Ende für ein Aber spricht.
00:19:22: Und wenn du jetzt sagst ja aber auf Arbeit muss ich ja bestimmte Leistungen erbringen?
00:19:25: Ich muss hier bestimmte Punkte machen Ja verstehe ich finde ich.
00:19:33: also ich versteh das.
00:19:35: ich verstehe dass das so aufgebaut ist das System und dass man sich da schwer lösen von kann und Dass man bei bestimmten Systemen so mitspielen muss weil das System so auf gebaut ist.
00:19:43: die Kernfrage die dahinter ist Ist ja immer ist das, womit du Leistung erbringen musst auch das was dir wirklich Freude macht.
00:19:50: Wenn es dir Freude gemacht dann fällt's dir eigentlich theoretisch leicht so und dann ist es nicht so kräftig sehrend als würdest du Dinge machen die du richtig scheiße findest.
00:20:01: wenn man Dinge tut auf leistungen gebrocht die einem nicht gut tun die man aber macht.
00:20:07: bei dass gefordert wird sind das die dinge die uns krankmachen unwohl fühlen lassen, die uns ins burn out treiben.
00:20:16: Depressionen führen Schlafstörungen irgendwie was whatever weil wir einfach dadurch gar nicht mit uns verbunden sind.
00:20:23: und Es ist kein Hexenwerk sich mit sich zu verbinden.
00:20:26: und es klingt immer so ganz groß und spirituell und ich habe das auch so eine weile wo ich dachte puh alle reden davon schon auch schwierig irgendwie Das runterzubrechen in den Alltag aber am ende im alltag geht's darum Was kann ich heute tun, damit es mir gut tut?
00:20:48: Damit ich mir gut tue.
00:20:51: Nur heute nicht!
00:20:52: Gestern ist ja eh vorbei.
00:20:53: da kann man noch mal gucken was da gewesen ist und vielleicht reflektieren was gut was schlecht war.
00:20:57: Morgen haben wir keine Ahnung weil wie gesagt ne Zukunft ist ja nur eine Prognose gibt's ja nicht.
00:21:02: Kannst nur so für Heute machen.
00:21:04: Und Ich glaube dass das Einzige Ist oder Für mich der einzige Weg ist um von diesem Leistungsdenken wegzukommen um für sich selber einen Weg zu finden, mit bestimmten Situationen gut umzugehen und auch Für sich einen guten Umgang zu finden Seinen Leben zu leben und zu gestalten ohne das vor anderen Zurechtfertigen oder zu verteidigen weil keiner muss sein Leben dem anderen Geber verteidigt.
00:21:32: wenn ich mein Leben so gestaltet gestaltet ist.
00:21:34: Das ist so.
00:21:35: das gute schlecht finde es eigentlich zweitrangig Genauso wie es für mich keine Rolle spielt, wie du dein Leben gestaltest.
00:21:42: Wenn du das für dich so troll findest ist es gut.
00:21:44: Wir können halt darüber reden und den Kunden einen Austausch gehen und uns darüber austauschen Aber keiner muss dem anderen da irgendwie was beweisen weiß.
00:21:53: ich meine Und ich glaube dass uns das als Gesellschaft gut tun würde weil wir wären dadurch Mit uns in Verbindung und wenn wir mit unseren verbindungen sind können wir auch die großen Themen die gerade sofort der Tür stehen angehen.
00:22:08: Wir können die großen Themen, die vor der Tür stehen, aber nicht angehen wenn wir mit uns selber einfach nicht verbunden und im Reihen sind.
00:22:15: Wenn wir unsere Werte nicht kennen, unsere Bedürfnisse nicht kennen... ...wenn wir nicht wissen wie wir in bestimmten Situationen reagieren, wenn wir ja keine Klarheit über bestimmte Sachen so haben Ich glaube dann wird es echt schwierig Und Leistungsdenken oder leistungsorientiertes Handeln hilft da einfach nur bedingt.
00:22:35: Ja, du kannst mir gerne mal so deine Gedanken zu dem Thema dalassen.
00:22:39: Dass wir da mal einen Austausch gehen können würde mich wirklich interessieren.
00:22:43: Mir hilft auf jeden Fall, jeden Tag rausgehen ein Schritt vor den nächsten.
00:22:48: Es geht nur um den nächsten Schritt.
00:22:49: es gibt noch den nächsten schritt Da ein bisschen Entspannung reinzukriegen Um dann eben auch eines Tages diese Idee zu haben oder ja neue Ideen zu haben bis weitergegen kann oder anders werden kann.
00:23:04: jetzt hier so.
00:23:06: Aber es hilft eben nicht, wenn ich nur auf Leistung gepusht jetzt irgendwelche Entscheidung treffe, die mir am Ende mehr Schaden als fördern.
00:23:15: Genau!
00:23:16: Ja das waren so die Gedanken, die ich heute dabei hatte.
00:23:19: Ich danke fürs Reihenhören und Einschalten und freue mich, wenn wir uns beim nächsten Mal hier wieder hören bei Kaffee und Tachelis mit mir.
00:23:26: Janne Ludolf bis dann.
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